Über mich

Meine künstlerische Prägung begann früh: Aufgewachsen mit einer kreativen Mutter, die mich früh an die Acrylmalerei und das Zeichnen herangeführt hat. Auch, wenn sie jeden meiner Wünsche reflexartig mit "Ach Kind! Das kann ich nicht zeichnen." beantwortete, zeichnete sie mir die schönsten Tiere und meine Kindheitshelden. Kreativität war immer da, ganz selbstverständlich, ganz nah.

In der Oberstufe entdeckte ich meine eigene künstlerische Leidenschaft. Damals waren es Pastellkreiden und Bleistiftzeichnungen mit denen ich mich ausdrückte. Jetzt war es meine Mutter, die sich meine Bilder auf hing. Das machte mich stolz und in mir erwachte ein Funke. Könnte ich Künstlerin werden?

Doch der Weg führte zunächst woanders hin: Auf Wunsch meiner Eltern entschied ich mich für einen „sicheren“ Beruf und studierte Betriebswirtschaftslehre. Die Unsicherheit der Wendezeit hatte ihre Spuren hinterlassen und sie wünschten sich Sicherheit für ihre Tochter.

Das Malen jedoch blieb. Es war mein Wohlfühlort, meine Zuflucht, wenn ich mich verloren und unverstanden fühlte. Ich war schon immer laut, fröhlich, direkt und voller Energie – Eigenschaften, die im Alltag oft als „zu viel“ wahrgenommen wurden. In der Kunst durfte all das sein. Dort fand ich Raum, mich ungefiltert auszudrücken.

Während des Corona Lockdowns als Mutter in Lohnarbeit verlor ich mich selbst aus den Augen. Wo andere über Langeweile klagten und neue Hobbies entdeckten steckte ich allein im Home Office mit zwei Kleinkindern. Meine eigene Identität trat in den Hintergrund, und auch die Kunst verstummte. Ende 2021 war ich so von mir selbst erschrocken, dass ich mich überwand zum Arzt zu gehen. Diagnose: Burnout und Depression. Meine anschließende Therapie konnte meine Ehe jedoch nicht mehr retten. So zerbrach die Familie, für die ich hätte stark sein müssen, einJahr später. Die Identität, die mir all die Jahre Halt gegeben hatte war Geschichte. Aber da war auch etwas anderes: Freiheit

Ich hatte wieder Zeit, mich selbst zu finden – und zur Kunst zurückzukehren. Zuerst begann ich für meine Kinder kleine Zeichnungen ihrer Lieblingshelden anzufertigen - wie es einst meine Mutter für mich getan hatte. Später ließ ich sie frei mit Farben und Tinte experimentieren. Ich sah die Farben fließen und plötzlich war er wieder da, dieser Funke.

Ich begann mit Mixed Media zu arbeiten, experimentierte mit Strukturpaste und Acryltinten. Fließende Farben faszinierten mich zunehmend. Als ich Acryl Pouring entdeckte, war es um mich geschehen. Die Dynamik, die Unvorhersehbarkeit und gleichzeitig die Tiefe dieser Technik zogen mich vollkommen in ihren Bann. Endlich hatte ich einen Weg gefunden die Gleichzeitigkeit von der Sehnsucht nach Verbundenheit und Freiheit auszudrücken!

Schnell wurde mir klar, dass ich nicht nur experimentieren wollte. Ich wollte verstehen, vertiefen, wachsen, das Unbeherrschte beherrschen lernen. Ich absolvierte verschiedene Weiterbildungen zu Farbpaletten, Bildveredelung und professioneller Bildversiegelung.

Heute ist meine Kunst mehr denn je Ausdruck meiner Persönlichkeit: lebendig, kraftvoll, emotional und ehrlich. Sie erzählt von Wandlung, Freiheit und dem Mut, wieder bei sich selbst anzukommen.

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Kunstliebhaber